Copyright ©  2018-2019 Peter Pantzer. All rights reserved.

XIV. Klassische Ephemera

​明治以前の日本関係史料

The list of the whole collection 14
(The objects, which are not on this website, are marked with blue colour)
01

Callot, Jacques (Nancy 1592–1635 Nancy)

Die japanischen Märtyrer des Franziskanerordens von 1597

Radierung, um 1629, mit dem Namen („Callot fec.“) und der Verlegeradresse in der Platte (zweiter Zustand mit der Verlegeradresse Silvestre); beschr. „Le Pourtraict des premier 23 Martire mis en Croix par la predicaon. De las. foy au Giappon soubs l’Empe. Taicosam en la Cité de Mongasachi, de l‘ordre des frerés mineurs obseruantin de S. Francois“; entstanden im Auftrag der Franziskaner von Lorraine.

15,6 x 11 cm

 

02

Picart, Bernard (Paris 1673–1733 Amsterdam)

„Ceremonie nuptiale du Japon“ & „Ceremonie funébre du Japon“

Zwei Kupferstiche auf einem Bogen, sign. u. dat. „B. Picart del. et sculp. dir. 1727“

Je 15,0 x 41,5 cm (42,0 x 49,5 cm), gefaltet

Aus: Ceremonies et Coutumes religieuses de tous les peuples du monde, representees par des figures dessinees de la main de Bernard Picart, avec une explication historique, et quelques dissertations curieuses, Amsterdam 1728; Tom IV, 2, No. 147)

 

03

Picart, Bernard (Paris 1673–1733 Amsterdam)

Japanische Gottheiten und Heiligtümer, vier Bl. Kupferstiche mit je drei Abb., in der Platte sign. „B. Picart sculp. dir. 1724“, Folio (36,2 x 22,5 cm)

Aus: Ceremonies et Coutumes religieuses de tous les peuples du monde, representees par des figures dessinees de la main de Bernard Picart, avec une explication historique, et quelques dissertations curieuses, Amsterdam 1736; Tom VII, No. 30–33)

 

04

Schley, Jacob van der (Amsterdam 1715-1779 Amsterdam)

Marche Militaire du Japon. Krygs-togt der Japonners. Aus: Historische Beschryving der Reizen, of nieuwe en volkoome verzameling van de aller-waardigste en zeldsaamste zee- en landtogten ... vervattende niet alleen ... de aanmerkenswaardigste ontmoetingen en gevallen, der ontdekkeren en reizigers ... maar inzonderhied, de nutste en verhevenste zaaken, van alle de tot nu toe ontdekte gewesten, in Europa, Azia, Afrika, en Amerika ... / verrykt met ... kunst-plaaten ... door- en onder 't opzigt van J. van der Schley ... als mede, voorzien met ... geografische-kaarten ... - geschreeven in Engeland ... en in Vrankryk vertaald, met vermeerderinge ... naauwkeurig in 't Nederduitsch overgebragt ... en verrykt, met het wezenlyke der Fransse vermeerderinge. 's Gravenhage: Pieter de Hondt, 1750

27,0 x 21,0 cm

 

05

 „Japanische Trachten. Costumes Japonois“, Kol. Kupferstich

22,0 x 14,5 (27,0 x 21,0) cm

(aus: Friedrich Johann Bertuch „Bilderbuch zum Nutzen und Vergnügen der Jugend, enthaltend eine angenehme Sammlung von Thieren, Pflanzen, Blumen, Früchten, Mineralien, Trachten und allerhand unterrichtenden Gegenständen aus dem Reiche der Natur, der Künste und Wissenschaften; alle nach den besten Originalen gewählt, gestochen, und mit einer kurzen wissenschaftlichen und den Verstandeskräften der Jugend angemessenen Erklärung begleitet. Porte-feuille instructif et amusant pour la jeunesse.“, Wien, B. Ph. Bauer, um 1815, Bd. 15, Abb. 10)

Japan war fern, aber nicht so fern, dass man in Europa das Interesse an dem Land vernachlässigt hätte. Während des 18. Jahrhunderts waren es Bücher wie jene von Engelbert Kämpfer oder Graf Moritz Benyowsky, deren Abenteuer und Erfahrungen in Japan Aufsehen erregten.

F. J. Bertuch (1747–1822) machte sich einen Namen als Autor erzieherischer Schriften, am berühmtesten wurde seine über mehrere Jahre hinweg publizierte enzyklopädische Reihe, mit der er der Jugend der Biedermeier-Zeit das neueste Wissen anhand von Bildern und deren Erklärungen vermittelte. Das zunächst in Weimar, dann in Wien als zweite Ausgabe zwischen 1801 und 1820 in 16 Bänden erschienene Werk wurde zum bedeutendsten und begehrtesten Jugendbuch, das Eltern ihren Kindern schenkten. Es gab kaum eine Familie der gebildeten Stände, die nicht diese reich bebilderte Enzyklopädie besaß.

 

Die Illustration „Japanische Trachten“ entnahm Bertuch Georg Heinrich von Langsdorffs „Bemerkungen auf einer Reise um die Welt in den Jahren 1803 bis 1807“ (Frankfurt a. M. 1812); der deutsche Naturforscher Langsdorff hatte Krusenstern auf seiner Weltumsegelung begleitet.

06

„Japanerin“, Farblithographie

Wien, Matthäus Trentsensky, um 1835

23 x 17 (35 x 26,5) cm

Tanzveranstaltungen gehörten für junge Damen, und auch da oft nur in Begleitung ihrer Mütter, zu den seltenen Vergnügungen außer Haus. Besonders während der Faschingszeit lockten Bälle, an denen sich die Damen kostümierten, wie hier als Japanerin.

Es ist wohl eher die Phantasie, welche die Wienerin hier in die Rolle einer Schönheit aus dem Fernen Osten schlüpfen läßt. Jedenfalls ist die Kopfbedeckung dem glöckchenbesetzten Dach einer Pagode nachempfunden; als Schmuck trägt die junge Dame Perlen, und beim Halstuch könnte man sich fast an einen nach oben gerutschten Obi erinnert fühlen.

Die Firma der Brüder Trentsentsky zählte zu den führenden Druckereien Wiens zur Biedermeier-Zeit, ihre Spezialität waren Spielsachen aus Papier.

 

07

„Ainos (Asie)“, „Japonais de condition et son valet“ & „Habitant de l’Ile Lou-Tchou. (Asie)“, drei kolorierte Lithographien von Mercier

aus: Auguste Wahlen (= Jean François Nicolas Loumyer, 1785-1850). Mœurs, Usages et Costumes de tous les peuples du monde, d’après des documents authentiques et les voyages les plus récents – Asie, Bruxelles (Librairie historique-artistique) 1843

 

08

„Aïno“ & „Japanesisches Fussvolk. Musiker“, zwei kolorierte Lithographien

aus: Auguste Wahlen (= Jean François Nicolas Loumyer, 1785-1850). Mœurs, Usages et Costumes de tous les peuples du monde, d’après des documents authentiques et les voyages les plus récents, Bruxelles (Librairie historique-artistique), [2.] Asie, 1843, 591 S., 78 Taf.

 

09

[Personen aus Asien], Kupferstich von Henry Winkler

aus: Johann Georg Hecht (bearb.), Bilder-Atlas zum Conversations-Lexikon. Ikonographische Encyklopädie der Wissenschaften und Künste. 4. Völkerkunde der Gegenwart. Leipzig: Brockhaus 1849, Blatt IV / A 5

(31,2 x 24,4 cm)

 

10

Das kaiserlich königliche Hof-Galanterie-Waaren-Magazin von W. J. Löschner in Prag, ... enthält ein Sortiment Chinesischer und Japanischer Gegenstände. Rechnung über den Kauf von zwei Teekannen, dat. 6. Feb. 1850

(22,3 x 13,8 cm)

 

11

„The Japanese Exhibition, in Pall-Mall East“

aus: The Illustrated London News, London, 4. Feb. 1854, S. ???

 

12

Wilhelm Heine (1827-1885)

„Temple at Yokuhama“ (1) u. „Wrestlers at Yokuhama“ (2), zwei Lithographien

aus: Francis L. Hawks, Narrative of the Expedition of an American Squadron to the China Seas and Japan, performed in the years 1852, 1853, and 1854, under the command of Commodore M. C. Perry, [...]. Washington: Nicholson 1856, Bd. 1, Tafel nach S. 354 u. 371.

20,8 x 29,3 cm (1) bzw. 22,0 x 28,8 cm (2)

 

13

„Reception of the Japanese Embassy by President Buchanan in the East Room of the White House, Washington“

Illustration aus: The Illustrated London News, London, 16. Juni 1860, S. 580

(27,2 x 39,9 cm)

Die erste japanische Gesandtschaft in die USA (万延元年遣米使節団 Man'en gannen kenbei shisetsudan), die unter der Leitung von drei Gesandten stand: Botschafter Shinmi Buzen no kami Masaoki (新見豊前守正興), Vizebotschafter Muragaki Awaji no kami Norimasa (村垣淡路守範正) und dem Oberaufseher Oguri Bungo no kami Tadamasa (小栗豊後守忠順); der großen Delegation, die auf dem amerikanischen Schiff Powhatan sowie der Kanrin Maru nach San Francisco gereist war, hatte auch Fukuzawa Yukichi angehört.

 

14

„Die japanesische Gesandtschaft“

Illustration aus: Ueber Land und Meer. Allgemeine Illustrirte Zeitung, Stuttgart, 18. Mai 1862, Nr. 34, S. 529

(27,4 x 35,1 cm)

Die erste, von der Tokugawa-Regierung nach Europa geschickte Gesandtschaft (文久二年遣歐使節団 Bunkyû ni-nen ken’ô shisetsudan); von links nach rechts Vizebotschafter Matsudaira, Botschafter Takenouchi, Vizebotschafter Kyôgoku und Delegationsleiter Shibata. Die Zeichnung beruht auf einem Foto, das in London aufgenommen wurde (erklärender Text S. 530).

 

15

„The Japanese Ambassadors at the International Exhibition“

Illustration aus: The Illustrated London News, London, 24. Mai 1862 (No. 1146 Supplement), S. 535

(28,0 x 40,0 cm)

Die erste, von der Tokugawa-Regierung nach Europa geschickte Gesandtschaft (文久二年遣歐使節団 Bunkyû ninen ken’ô shisetsudan), die im selben Jahr auch Preußen besuchte; in London hatte die Delegation Gelegenheit, die dritte Weltausstellung zu besuchen.

 

16

„Die japanesische Gesandtschaft in Europa“, Drei Illustrationen aus: Illustri[e]rte Zeitung, Leipzig, 24. Mai 1862 (Nr. 986), S. 344 „Chibata-Sadataro, ‚der Schatten‘“ & „Mazdaira-Iwami-no-Kami, Tekenho-Utschi-Simodsuki-no-Kami u. Kiogock-Notono-Kami“ (Text S. 343); sowie 9. August 1862 (Nr. 997), S. 97 „Empfang der japanesischen Gesandtschaft durch König Wilhelm I. im Weißen Saale des königl. Schlosses zu Berlin am 18. Juli. Originalzeichnung von C. Arnold“ (Erklärender Text S. 95/96)

(Anmerkung: die Audienz hatte am 21. Juli stattgefunden, am 18. Juli war die Gesandtschaft in Berlin eingetroffen; Abreise nach Russland von Swinemünde per Schiff am 5. Aug. 1862)

(Blattgröße je 39,8 x 27,4 cm)

 

 

 

17

„Die Japanesen in Berlin“, Illustration aus: Kladderadatsch. Humoristisch-satyrisches Wochenblatt, Berlin, 15. Jg., Nr. 35, 3. August 1862, S.

(Karikatur anlässlich des Besuchs der ersten japanischen diplomatischen Mission in Berlin; sie stand unter der Leitung von Takenouchi Shimotsuke no kami Yasunori, Stellvertreter war Matsudaira Iwami no kami Yasunao, als weiterer Botschafter und Oberaufseher [metsuke] fungierte Kyôgoku Noto no kami Takaaki)

(Blattgröße 31,3 x 23,2 cm)

 

18

Robert, Ferdinand

„Japan und die Japanesen! Was ist Japan? Wer sind die Japanesen? Welche Bedeutung hat die japanesische Gesandtschaft und weshalb ihr feierlicher Empfang? Eine ethnographische Skizze nebst Andeutungen über die soziale und merkantile Bedeutung dieser neuen internationalen Verbindung“

Berlin (Reichardt & Zander) 1862, Dritte durchgehends verbesserte und vermehrte Auflage, 15 S (21,4 x 13,3 cm)

 

19

Bulla Canonizationis Sanctorum XXIII Martyrum Japonensium ex Ordine Seraphico Sancti Francisci Asisinatis

Rom (Typographia Reverendae Camerae Apostolicae) 1862, 24 S.

Päpstliche Verlautbarung durch Pius IX. zur Heiligsprechung der am 5. Februar 1597 in Nagasaki hingerichteten 23 Mitglieder des Franziskaner-Ordens

 

20

„Heiligsprechung der japanischen Märtyrer durch Papst Pius IX. in der St. Peterskirche zu Rom am 8. Juni.“ Nach einer Zeichnung von R. Hillingford

Illustri[e]rte Zeitung, Leipzig, 5. Juli 1862 (Nr. 992), S. 7 (Text) u. S. 9 (Abb.)

(39,7 x 27,5 cm)

 

21

„Die sechsundzwanzig heiligen Martyrer von Japan, gekreuzigt zu Nangasaki, den 5. Hornung 1597“, Andachtsbildchen, 1862

Einsiedeln, Kunstverlag Gebr. Benziger

12,7 x 8,6 cm

(Die Bildseite zeigt die Kreuzigung, die Textseite enthält eine kurze Geschichte der Märtyrer und ein Gebet zu ihren Ehren)

 

22

WIRGMAN, Charles (1832–1891)

“Execution of two of the murderers of the British officers in Japan. – From a sketch by our special artist.” The Illustrated London News. London 25. Februar 1865, S. 192

27,7 x 39,5 cm

Das tödliche Attentat auf Major George Baldwin und Leutnant Robert Bird hatte sich in Kamakura, nahe dem Daibutsu-Tempel, am 22. Okt. 1864 (nach westl. Kalender 21. Nov.) ereignet. Zwei der festgenommenen Attentäter (Kamachi Genpachi蒲池源八 und Inaba Ushijirô 稲葉丑次郎) wurden am 18. Nov. in Yokohama hingerichtet; der Zeichner Charles Wirgman war Augenzeuge, diese Szene schickte er zum Abdruck nach London.

Ein dritter Attentäter, der eine Woche später verhaftete Samurai Shimizu Seiji 清水清次 erhielt am 29. Nov. (westl. Kalender 27. Dez.) 1864 die gleiche Strafe.

(vgl. 3. Ölbilder, Pastelle u. Aquarelle. Japanische Themen bei anderen Malern: 3.14 und 3.15 Wirgman. Hinrichtung)

 

23

Heiligsprechungsfeier [...] und Seligsprechungsfeier fünfzig japanesischer Martyrer aus dem Franziskaner-Orden, Ordnung des Gottesdienstes in der Franziskaner-Kirche zu Hall [in Tirol] vom 20. bis 28. Oktober [1867]

Einblattdruck, 35,5 x 26,2 cm

 

24

“The Japanese Women in the late Paris International Exhibition.” The Illustrated London News. London 16. November 1867, S. 121??

20,2 x 28,0 cm